Das Hop-up ist ein Gummi an der Oberseite des Laufeingangs, das aufs BB drückt und ihm Backspin gibt. Durch diese Rotation bekommt das BB Auftrieb (Magnus-Effekt) und fliegt deutlich weiter, als es ohne fliegen würde. Eingestellt wird per Rädchen oder Hebelchen, meist dort, wo der Dummy-Bolt bzw. die Auswurföffnung sitzt.
Keine Messung, sondern eine Einstellung
Am Hop-up gibt es nichts zu messen: das ist eine Einstellung, an der du drehst, bis die Flugbahn so aussieht, wie du sie willst. Im Lab wird sie als Prozentwert eingetragen, und die Skala ist über die optimale Flugbahn definiert: 30 % ist die Einstellung, die einem BB von 0.32 g seinen optimalen Anstieg (~70 cm) gibt, und 40 % dieselbe Einstellung für ein BB von 0.45 g. Null heißt Hop aus.
Wo du es einträgst
Im Simulator: Hop-up → setting (%).
Bei den erweiterten Einstellungen gibt es auch noch die hop-up patch length – lass sie ruhig auf dem Default von 5 mm.
Wie viel Hop?
Beispiel einer getunten Sturmreplik mit ~1.5 J und BBs von 0.32 g:
- ohne Hop: magere ~34 m Reichweite
- “flache” Flugbahn: ~55 m
- Anstieg ~70 cm: ~66 m – das BB steigt knapp über die Visierlinie, du kannst es also die ganze Zeit verfolgen; das ist die Einstellung, die ich selbst nutze
- zu stramm angezogen: über 70 m, aber das BB haut aus deinem Sichtfeld ab – zum Zielen in der Praxis unbrauchbar
Abgleich mit der echten Replik
Das Rädchen an der Replik hat keine Skala, die irgendetwas bedeutet, also läuft es andersrum: stell im Simulator den Prozentwert so ein, dass der Anstieg der Flugbahn dem entspricht, was du auf dem Feld siehst. Am besten stellst du den Hop-up so ein, dass das BB im Flug über den Zielpunkt steigt – bis zum höchsten Punkt, bei dem du noch effektiv zielen kannst.
Praktisch ist auch, dass der Anstieg nicht von der Federstärke abhängt – die Flugbahn ist eine Sache von Hop, Geschwindigkeit und BB-Masse. Eine einmal gefundene Einstellung gilt also auch nach dem Federwechsel weiter.
Hinweis: die Prozentskala ist auf eine Maxx-Kammer mit R-Hop abgestimmt. Mit einem gewöhnlichen HopUp-Gummi musst du deutlich stärker anziehen, um dieselbe Flugbahn zu bekommen – und genau dafür gibt es den hop correction factor: er bildet die Skala auf deine Kammer und dein Gummi ab, damit die Prozente wieder das bedeuten, was sie bedeuten sollen.
Ein R-Hop liefert dank besserer Reibung mehr Spin bei weniger Druck, ist obendrein konsistenter und weniger anfällig für die Temperatur des Gummis – und genau deshalb sind Silikon-R-Hops um Längen besser als ein klassisches Gummi-Bucking.